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Ausflug 2014

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Es war mal wieder so weit.einer rekordverdächtigen Beteiligung von 28 Hospizhelferinnen und 2 Hospizhelfern starteten wir bei durchwachsenem Wetter aber angenehmer Temperatur zu unserem diesjährigen Hospizausflug unter der professionellen Leitung von unserem Vorstandsmitglied Frau Hannelore Baumgart.

Als erstes Ziel steuerte unser sehr umsichtiger Busfahrer die Wahlfahrtskirche Maria Hilf in Speiden an. Diese prächtig ausgestattete Kirche, welche in einem Ortsteil der Gemeinde Eisenberg im Ostallgäu liegt, gehört zu einer der ältesten Wallfahrtsorte in Bayern.

Die dortige Messnerin, welche in der eigenen Familie eine Wunderheilung erleben durfte, führte uns sehr sachkundig durch die Geschichte der Kapelle und späteren Kirche und erklärte uns ausführlich die Bedeutung der Altäre, Bildnisse und Statuen.

Über die Entstehung der Kirche berichtet eine Inschrift auf dem Sockel einer Marienfigur. Danach habe ein Speidener Kleinbauer mit dem Namen Christian Steinacher sein Töchterchen Annele an einem Kreuz vor seinem Haus knien und beten gesehen. Hier seien drei an der Pest gestorbene Soldaten des Regiments Graf von Schlick begraben geworden. Auf die Frage, warum sie das tue, habe das Mädchen geantwortet: vatter! in abwesen deiner haben mir dise soldaten vill guetes gethan, ia auch bej dem läben erhalten. Zu deutsch: Drei dort stationierte Soldaten haben ihr das Leben gerettet während der Vater im Krieg war. Daraufhin habe Steinacher zum Dank für die Errettung seines Kindes 1635 eine Kapelle errichtet, in der er eine Madonna aus Füssen zur Verehrung aufstellte.

Zum hundertjährigen Jubiläum der Wallfahrt im Jahre 1736 erhielt die Kirche neue Altäre. Der Hauptaltar mit den Statuen des hl. Joachim und des hl. Zacharias, von Peter Heel gefertigt, ist ein Kleinod des Rokoko, ebenso seine Figuren an den Seitenaltären, dem Heiligen Joseph und Johann Evangelist und den Aposteln Petrus und Paulus.

1783 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen. Der qualitätvolle Stuck ist eine Gemeinschaftleistung Pfrontener Stuckateure. Der Stuck umrahmt im Langhaus ein Deckengemälde von Joseph Keller (1740-1823). Es weist bereits Stilmerkmale des Klassizismus auf. Dargestellt ist die himmlische Gnade, die durch die Gottesmutter auf die Menschheit herabkommt.Fresko in der Mitte des Chorraumes zeigt die Himmelfahrt Mariens. Es ist umrahmt von Medaillons mit Darstellungen aus dem Leben Mariens: Tempelgang, Verkündigung, Weissagung Simeons und Darstellung Jesu im Tempel.vier Bilder an der Brüstung der unteren Empore empfehlen Maria den Neugeborenen, Kranken, Sterbenden und Eheleuten als Nothelferin.

Anschließend kehrten wir zu einem wohlverdienten und leckeren Mittagessen im urigen Landgasthof Gockelwirt vor der prächtigen Kulisse der Allgäuer Alpen ein. Rechtzeitig zeigte sich auch die Sonne, so dass wir auch die phantastische Gegend im rechten Licht genießen konnten. Zum Mittagessen gesellten sich dann auch unser Vorsitzender, Herr Roth, und die Koordinatorin des Hospizvereines, Frau Daniela Hart, zu uns. Während und nach dem Essen hatten wir an den bunt zusammengewürfelten Tischen die Gelegenheit, uns rege mit bereits bekannten oder neuen Hospizhelfern/-innen zu unterhalten und uns auszutauschen. Es war ein fröhliches und lustiges Miteinander und zeigt, dass auch die Mitglieder des Hospizvereines neben ihrem verantwortungsvollen Dienst feiern können.

Viel zu schnell verging die Zeit und wir wurden von unserer resoluten Reiseleiterin zum nächsten Programmpunkt gerufen. Es ging nach Oy-Mittelberg zu der Naturkosmetikfirma PRIMAVERA. Die Firma PRIMAVERA hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Naturprodukte erlesener Qualität in verantwortungsvollem Umgang mit der Natur zu entwickeln und nachhaltig herzustellen. Hinter allen Entscheidungen steht der Gedanke, dass pure und unverfälschte Natur perfekte Balance und Ausgewogenheit schenkt. PRIMAVAVERA geht schonend und respektvoll mit den Ressourcen unserer Erde um.

Verständlicherweise wollen die beiden mitgereisten männlichen Hospizhelfer die Düfte der Natur den Aromastoffen von Primavera vorziehen und entschieden sich für einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang. Dieser wurde leider von einem heftigen Regenschauer verhindert und so kamen auch die Herren zu dem Vergnügen, sich sehr ausführlich über die Gewinnung der Rohmaterialien und die nachhaltige Herstellung der zur Zeit 139 verschiedenen Düfte informieren zu lassen.


Der angekündigte Bezug von Düften für unsere Hospizarbeit musste leider unter den Tisch fallen, da sich der Führung noch andere Interessenten angeschlossen haben, für welche dieser Zusammenhang wohl fremd gewesen wäre.kleine Privatwette der Herren, wieviel Damen denn ohne Einkaufstüten den PRIMAVERA-Shop verlassen würden wurde übrigens haushoch von dem Herrn gewonnen, der auf „Keine“ setzte.war schon spät geworden und es wurde dringend Zeit für Kaffee und Kuchen. Diese haben wir uns dann im Kaffee Gebath in Mittelberg einverleibt, und dann wurde es schon wieder höchste Zeit die Heimreise anzutreten. Unser Busfahrer bevorzugte dabei die gemütliche und aussichtsreiche Landstraßenroute und so kamen wir zum Abschluss noch zu herrlichen Landschaftsbildern.Schluss möchten wir herzlich dem Hospizverein für die Einladung, den tollen Tag, die hervorragende Organisation und Frau Baumgart danken, welche uns liebevoll energisch durch den Tag führte und begleitete.
Peter Neudegger

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Aktualisiert am 08 Jan 2018 | info@se-hospiz.de

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